31.05.2010

Zwischen Klinik, Kindergarten und kardiologischem Notfall – engagierte Weiterbildung, so geht‘s!

Assistententag auf dem 3. Deutschen Internistentag unterstützt junge Mediziner im internistischen Berufsalltag

Assistent oder Assistentin in der Inneren Medizin zu sein, hat so seine Herausforderungen - der Umgang mit komplexen internistischen Krankheitsbildern, eine oftmals nicht hinreichend strukturierte Ausbildung oder die Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind nur einige davon. Um junge Internisten hierfür gut auszurüsten, hat der Berufsverband Deutscher Internisten unterstützt vom Jungen Forum (JFBDI) den für alle interessierten Mediziner kostenlosen Assistententag ins Leben gerufen. Im Rahmen des 3. Deutschen Internistentages findet er im September in Berlin zum zweiten Mal statt. Interessierten bietet er eine Plattform für Information und Diskussion zu aktuellen arbeits-politischen Themen sowie qualitativ hochwertige Updates zu internistischen Krankheitsbildern.

Berufspolitisch stehen in diesem Jahr das Thema Familie und Beruf, die Möglichkeit zum eigenen Engagement für arbeits-politische Veränderungen sowie ein Ländervergleich in der Internistischen Medizin auf dem Programm: Wie lassen sich Kind und Karriere vereinbaren? Welche Weichenstellungen sind nötig für eine gute Ausbildung und wo steht hier die Innere Medizin im europäischen Ausland?

Mit der Veranstaltung „Kinder und Karriere konkret - ich hab's versucht" zeigen die Veranstalter, dass und wie Familie und Beruf machbar sind. Die nötigen politischen Schritte hierfür sieht es vor allem in der Schaffung von Betreuungsmöglichkeiten. Für eine Familienförderung in der Klinik beispielsweise fordert das Forum Ganztagskindergärten mit flexiblen Öffnungszeiten, Gleitzeitregelungen sowie Einkaufs- und Waschhilfen. Qualifizierte Teilzeitarbeit sollte hier ebenso wertgeschätzt werden wie eine Vollzeittätigkeit.

Wie man Berufspolitik durchschauen und durch eigenes Engagement verändern kann, ist Gegenstand der Veranstaltung „Berufspolitik für Dummies? Da muss man doch was machen!". Zum Beispiel der Einsatz für eine strukturierte Ausbildung trotz wirtschaftlicher Zwänge: Hier hat das JFBDI vielversprechende Ideen, an denen es auf Basis seines eigenen Bewertungspools für Internisten arbeitet. Die verbindliche Einführung von Weiterbildungs- und Rotationsplänen im Rahmen einer Weiterbildung, die bis hoch in die Verwaltungs­apparate erklärtes Ziel der Klinik ist, gehört dazu ebenso wie die Einführung eines unter anderem für die Weiterbildung freigestellten Facharztes und berufsbegleitender Mentoren in den ersten Ausbildungsjahren.

Sinnvoll ergänzt werden die berufspolitischen Veranstaltungen des Assistententages durch Updates zu wichtigen internistischen Krankheitsbildern: „Der gastrointestinale Notfall 2010", „Diabetes mellitus Typ 2 2010 - Die neuen Therapieregime" und „Alkoholentzug - Distra forever?" stehen in diesem Jahr auf dem Programm. So erwartet die Besucher des Assistententages auf dem 3. Deutschen Internistentag eine breite Mischung aus arbeitspolitischen und internistischen Themen.

Assistententag mit den Themen  „Familie + Beruf", „Mitmachen, verändern" und „Neue Strukturen/EU" am Fr., 10. September 2010 von 13.00-19.00 Uhr im Raum Virchow des Langenbeck-Virchow-Hauses, Berlin